Donnerstag, 26. Juni 2014

Frauen die auf Ziegen starren

Nach 5 Wochen Feldforschung in Mosambik und einer anstrengenden Schreibphase ist nun endlich die Masterarbeit über Tierhaltung bei Kleinbauern fertig. Wir konnten sehen, dass, obwohl humane Tierhaltung das Überleben von Hungernden sichern könnte, Entwicklungshilfe in die andere Richtung wirkt und Systeme der Ausbeutung reproduziert und dabei die Lebensgrundlage der Mehrheit der mosambikanischen Bevölkerung bedroht. 

In diesem Zusammenhang: Wer  ihn noch nicht gelesen hat, hier ist der Link zum kostenlosen Download des Fleischatlas 2014 der monde diplomatique, der einige Aspekte der Masterarbeit aufgreift.

Hoffentlich bekommt der Blog jetzt wieder etwas mehr Aufmerksamkeit unsererseits. Kanimambo.







Dienstag, 3. Dezember 2013

Vanillekipferl von Vegan Guerilla

Pünktlich zum 1. Advent wurde ich auf das Vanillekipferl-Rezept von Vegan Guerilla hingewiesen und musste es sofort umsetzen. Es ist toll, weil es nur 5 Zutaten beinhaltet und schnell und einfach herzustellen ist. Sie sind natürlich schon alle aufgegessen, und sie schmecken fantastisch!

Für ein Blech mischt man:

  • 300g Mehl
  • 200g Margarine, Raumtemperatur
  • 110g (am besten frisch) gemahlene Haselnüsse
  • 90g Zucker

Der Teig muss gerade so zusammenhalten. Wenn er noch zu sehr krümelt, kann man mehr Margarine dazu geben. In Frischhaltefolie einwickeln und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Anschließend in Kipferl formen und ca. 15 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C backen, bis die Enden dunkler werden. Die Kipferl gleich danach in einer Puderzucker-Vanille-Mischung rollen und auskühlen lassen.

Montag, 28. Oktober 2013

Grandma Red Currant's Potato Soup // Oma Johannisbeeres Kartoffelsuppe

When I was invited to an international dinner last week, I tried to think of a German dish to bring, that is vegan, gluten free, cheap and easy to make. Yeah, tough one, right? 

We all have this food that always takes us back to when we were kids, like my mother's pasta sauce and my grandma Hilde's red cabbage salad we always have for Christmas. And then there also is my grandmother Red Currant's (yes, that is the name I gave her) potato soup, that is totally unlike any other potato soup I have ever tasted, and is so easy to make.

So I brought this not so typical version of a typical German dish and grandmother Red Currant was instantly critically acclaimed by the international food testers. This recipe is bilingual due to international demand.

Ich wurde letzte Woche zu einem internationalen Abendessen eingeladen und musste lange überlegen, welches typisch deutsche Gericht vegan, glutenfrei, günstig und einfach zu machen ist. Gar nicht mal so einfach!

Wir alle kennen Gerichte deren Geschmack uns an unsere frühe Kindheit erinnert, wie die Tomatensoße meiner Mutter oder Oma Hildes Rotkraut, das es immer zu Weihnachten gibt. Und dann ist da noch Oma Johannisbeeres (ja, so nenne ich sie wirklich) Kartoffelsuppe, die ganz anders ist als alle Kartoffelsuppen auf der Welt, und dabei so einfach zu kochen.

Also habe ich diese nicht ganz so typische Version eines deutschen Klassikers mitgebracht und Oma Johannisbeere wurde von den internationalen Kritikern hoch gefeiert. Aufgrund internationaler Nachfrage ist dieses Rezept zweisprachig.

man benötigt // you need:

  • Zwiebeln // Onions
  • etwas Öl // Some Oil
  • Kartoffeln // Potatoes
  • Majoran // Marjoram
  • Salz + Pfeffer // Salt + Pepper

Die Zwiebeln werden gewürfelt und in Öl kräftig angebraten. Anschließend kommen die geschälten + gewürfelten Kartoffeln dazu und werden mit Wasser aufgegossen, bis sie knapp bedeckt sind. Salzen und kochen lassen, bis die Kartoffeln durch sind. Dann mit dem Kartoffelstampfer zu einem Brei zerdrücken (nicht pürieren), evtl. etwas Wasser nachgießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ganz viel Majoran dazugeben. Mehr! Noch mehr! Noch ein bisschen! Noch mehr! Fertig!

Dice the onions and fry them in some oil. Add the peeled and diced potatoes and water, until almost covered. Add salt and let cook until the potatoes are done. Mash the potatoes and add water if needed ( it's supposed to be a thick soup). Add salt and pepper to taste. Finish with loads of marjoram. More! More! A bit more! More! Done! 







Sonntag, 6. Oktober 2013

Beerenkuchen (vegan, glutenfrei, großartig)






Ich backe zur Zeit nur noch diesen großartigen Beerenkuchen von Green Kitchen Stories! Ich hab ihn nur ein kleines bisschen abgewandelt und meine Beeren sind auch leider nicht frisch, aber es schmeckt trotzdem ganz fantastisch, am liebsten heiß aus dem Ofen mit Vanilleeis, z.B. von Oatly.


  • 4 cups Beeren (TK)
  • 1 Agavendicksaft nach Bedarf
 mischen und abschmecken.


Für den Teig:
  • 1 cup glutenfreie Haferflocken
  • 1/2 cup Mandelmehl
  • 2 EL Sojamehl
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 3 EL Margarine (Alsan)
  • 2 EL Agavendicksaft

mischen und kneten. Evtl. noch ein paar TL eiskaltes Wasser dazugeben, bis eine Kugel geformt werden kann. In Frischhaltefolie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern. Anschließend auf dem Boden und am Rand einer gefetteten Springform verteilen und festdrücken. 10 Minuten bei 180 °C im vorgeheizten Backofen backen. Anschließend die Beeren darauf verteilen und 30-50 Minuten weiterbacken. (je nach gewünschter Teigbräune/und Beerenmatschigkeit).

Samstag, 29. Juni 2013

Easy Notfall-Kuchen: Wenn der Küchenschrank leer ist


Umzugschaos, Arbeitsstress, vergessene Geburtstage: es gibt viele Gründe, kurzfristig Kuchen backen zu müssen, ohne wirklich Zutaten oder Rezepte zuhause zu haben. Früher hat man dann bei den Nachbarn Eier geborgt, heute stellen wir Alternativen vor, damit man die Nachbarn nur noch zum Essen einzuladen braucht.

Wenn meine Mutter Kuchen bäckt, zählt Sie immer ihre Faustregel auf, um keine Zutaten zu vergessen: "Eier, Butter, Zucker, Mehl". Aufgrund schmerzlicher Erfahrungen habe ich noch "Backpulver" zugefügt, zumal es auch erst eine richtige Faustregel ist, wenn die ganze Faust involviert ist.

Hier also unser Easy Notfall-Kuchen ohne Rezept:

1. Eier
Eier können im Kuchen zwei Zwecke erfüllen: a) den Teig lockern und b) die Zutaten binden. Je nachdem, welche Funktion der Ei-Ersatz erfüllen soll, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

a) DEN TEIG LOCKERN
  • Orgran No-Egg 
  • 2 EL Speisestärke + 2 EL Wasser + 1 TL Backpulver, aufgeschlagen
  • 2 EL Mehl + 1 EL Backpulver + 2 EL Öl + 2 EL Backpulver, aufgeschlagen
b) DIE ZUTATEN BINDEN
  • 2 EL Sojamehl + 2 EL Wasser
  • Guarkernmehl
  • Johannisbrotkernmehl
  • eine zerdrückte, reife Banane
  • 3 EL Apfelmuß
  • 1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser
Ingesamt sollten maximal 2 Portionen Ei-Ersatz zugefügt werden, auch wenn ein Rezept mehr Eier verlangt.

2. Butter
Anstatt Butter kann man folgende Zutaten im Kuchen verwenden:
  • Margarine (ich empfehle Alsan, die hat einen buttrigen Geschmack)
  • geschmacksneutrales Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
  • Kokosfett

3. Zucker
Anstatt klassischem, raffinierten, ungesundem weißen Zucker kann man tausende verschiedene Süßungsmittel benutzen. Hier nur eine kleine Auswahl:
  • Rohrzucker
  • Rohrohrzucker (hat eine würzige Note aber weniger Süßkraft)
  • Agavendicksaft
  • Xanthan (gibt es im Reformhaus, Bioladen oder in veganen Online-Shops)
  • Kokosblütenzucker
  • getrocknete, ungesüßte Früchte, z.B. Datteln, Aprikosen oder Bananen. Vorsicht: verändert die Konsistenz des Kuchens!
TIPP: Mit Süßungsmitteln sparsam umgehen, die meisten Rezepte enthalten viel mehr Zucker als nötig. Lieber erstmal halb soviel Zucker oder Zuckerersatz unter den Teig rühren und dann abschmecken.

4. Mehl
Weißmehl aus dem Supermarkt enthält leider keinerlei Nährstoffe. Alternativen dazu gibt es zum Glück:

  • bis zu der Hälfte des Weißmehls kann durch Vollkornmehl verschiedenster Art (Dinkel, Grünkern, Hafer) ersetzt werden
  • online findet man viele Rezepte für glutenfreie Mehlmischungen, z.B. aus Maismehl, Kastantienmehl, Kichererbsenmehl, gemahlenen Mandeln und Nüssen, Reismehl, Kartoffelmehl + Stärke + Bindemittel. Die hat man allerdings meistens nicht zuhause.

5. Backpulver
Idealerweise hat man immer einen Vorrat an Backpulver da. Ansonsten hilft auch:
  • 2 TL Natron

6. Flüssigkeit
Der Teig muss natürlich noch flüssiger werden. Da hilft:
  • Sojamilch / Hafermilch / Mandelmilch...
  • Wasser (aus der Leitung oder mit Sprudel)
  • ein Espresso (bei Schokokuchen)
  • Limo
  • Saft
  • Tee

7. Extras
Um aus dem Ganzen nicht nur einen Kuchen, sondern einen tollen Kuchen zu Zaubern, kann man sich folgender weiterer Zutaten bedienen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt:
  • eine Prise Salz
  • ein Schuss Schnaps (z.B. Likör oder Weinbrand)
  • Kakao / geschmolzene Schokolade / Schokoraspel
  • 1 TL Kaffee (nur in Schokokuchen)
  • Vanille oder Vanilleextrakt
  • Lebensmittelfarbe / rote Beete Saft
  • 2 Handvoll Spinat oder Feldsalat, püriert
  •  getrocknete oder frische Früchte
  • Nüsse
  • Sirup
  • geriebene Fruchtschale
  • ...
TIPP: Abschmecken! Machen viele beim Kuchen backen gar nicht. Und auch wenn der Kuchen gebacken nochmal ganz anders schmeckt, gilt doch die Regel: Je leckerer der Teig, desto leckerer der Kuchen.

8. Creme
Kann auf den Kuchen als Dekoration, zwischen die Schichten für Feuchtigkeit oder einfach direkt in den Mund. Gute Grundlagen für Cremes stellen wir hier vor. Die können noch abgeschmeckt werden, z.B. mit Puderzucker und Limette:
  • Sojasahne / Kokossahne / Reissahne ZUM AUFSCHLAGEN!
  • Nüsse, z.B. Cashews, Macadamia und/oder Mandeln. Über nacht einweichen und anschließend mit geschmolzenem Kokosöl pürieren. Das Kokosöl wird bei Raumtemperatur fest.
  • Seidentofu, püriert (nur für Füllungen, da es sehr flüssig ist)
  • Pudding (die Puddingsmischungen von RUF sind vegan)
Ein tolles "Backpapier" zum Ausdrucken und an den Kühlschrank heften gibt es von PETA. Gutes Gelingen und viel Experimentierfreude!






Freitag, 21. Juni 2013

Einkaufsführer ohne Tierleid

Auf der Website von Animals' Liberty kann man ganz einfach nachsehen, welche Produkte Tierqualfrei produziert wurden, und welche Marken man meiden sollte. Gerade für Neu-Veganer sehr zu empfehlen. Gibts übrigens auch als App!

Animals' Liberty - Wer macht was?

Dienstag, 11. Juni 2013

Was uns wirklich nährt

Der Treibstoff des Körpers ist unsere Nahrung. Über die Auswirkungen gesunder und ungesunder Nahrung auf unsere Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und Gesundheit berichtet der rbb in dieser tollen Reportage.

Video "Was uns wirklich nährt" (ARD Mediathek)