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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Buchrezension: The dreaded comparison. Animal and human slavery.



Spiegels Buch beschreibt, ähnlich wie Adams in “the sexual politics of meat”, die Verbindung hinter zwei Systemen der Ausbeutung: kolonialistische Sklaverei und Missbrauch von Tieren für Nahrung, Kleidung und Experimente. Da das Buch für so ein umfassendes Thema sehr kurz gehalten ist, werden viele Themen leider nur angeschnitten. Es genügt aber, um einen grundlegenden Denkprozess in Bewegung zu setzen und die Leserin auf die Logik hinter der Ausbeutung hinzuweisen. Und mehr noch: mir stellte sich die Frage, wie moderne Sklaverei in das Bild passt. Wenn die Mechanismen die gleichen sind, sollten sich Tierrechtler und Menschenrechtler nicht viel stärker zusammentun, um den Kern des Problems zu bekämpfen? Viel Inspiration auf wenigen Seiten und in jedem Fall sehr empfehlenswerte Lektüre.

Montag, 10. November 2014

Buchrezension: The sexual politics of meat. A vegetarian-feminist theory.



Wenn ihr nur noch ein Buch in eurem Leben lesen wollt, dann wählt dieses! Ich übertreibe nicht, Carol J. Adams zündet ein Feuerwerk der Erkenntnis, der Ideen und Gedankenströme. Ich habe seitdem mit vielen Menschen über das Buch gesprochen, und es hat alle verändert.

Adams zeigt in ihrem Werk eine Verbindung zwischen der Objektivierung und Sexualisierung von Frauen und Tieren auf. Was im ersten Moment abstrus klingt, wird sich dem Leser bald im Alltag eröffnen: dieselben patriarchalischen Strukturen wirken, um Frauen und Tiere zu unterdrücken. Doch unter dem gängigen Männlichkeitsbild vom rohen, fleischessenden Macher und Entscheider leiden auch Männer, die sich nicht in diese Geschlechterrollen einpassen können und wollen.


Sich von diesen Strukturen zu lösen, sie aufzuzeigen und zu kritisieren, ist Adams Ziel. Mit Ihrer Slideshow reist sie von Vortrag zu Vortrag, um uns darauf Aufmerksam zu machen, dass wir veralteten Mustern folgen, um veraltete Werte aufrecht zu erhalten, und an unserer eigenen Ausbeutung teilzunehmen. Zeit, damit Schluss zu machen.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Frauen die auf Ziegen starren

Nach 5 Wochen Feldforschung in Mosambik und einer anstrengenden Schreibphase ist nun endlich die Masterarbeit über Tierhaltung bei Kleinbauern fertig. Wir konnten sehen, dass, obwohl humane Tierhaltung das Überleben von Hungernden sichern könnte, Entwicklungshilfe in die andere Richtung wirkt und Systeme der Ausbeutung reproduziert und dabei die Lebensgrundlage der Mehrheit der mosambikanischen Bevölkerung bedroht. 

In diesem Zusammenhang: Wer  ihn noch nicht gelesen hat, hier ist der Link zum kostenlosen Download des Fleischatlas 2014 der monde diplomatique, der einige Aspekte der Masterarbeit aufgreift.

Hoffentlich bekommt der Blog jetzt wieder etwas mehr Aufmerksamkeit unsererseits. Kanimambo.